Pflege der heimischen Mundart

In Memoriam Waldemar Wilberg


Die ursprüngliche Umgangssprache unserer Vorfahren ist weitgehend abgelöst durch die gemeine deutsche Hochsprache, die derweil wiederum zu verfremden droht. Die heute als Mundart oder Dialekt bezeichneten – örtlich voneinander leicht abweichenden - alten Sprachformen bildeten einst die sächsisch-westfälische Sprachgemeinschaft und wurden zur Grundlage der modernen deutschen und angelsächsischen Gemeinsprachen. Das in Lautung, Flexion, Wortbildung und Satzbau eigentümliche „Plattdeutsch“ hat schon seit dem 17. Jahrhundert Dichter und Schriftsteller beschäftigt.  Auch in Lippe wurde bereits im 18. Jahr hundert für deren Erhaltung plädiert als ihre behördlich angeordnete Verdrängung zugunsten einer deutschen Einheitssprache begann. Sie überlebte, wenn auch oft in depravierten Formen, bis in 20. Jahrhundert. Umso dringlicher scheint uns, das alte Sprachgut als kulturelles Phänomen gleichsam unter „Denkmalschutz“ zu nehmen, ihre Kommunikationsfähigkeit im Ge- brauch unter Beweis zu stellen und in Lautschrift für ernste und heitere „Geschichten“ einzusetzen. 


Zu diesem Zweck treffen alle Interessierten unseres Vereins sich allmonatlich am zweiten Dienstag um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Wilberger Hof“ Gäste sind jederzeit willkommen.